Was ist aus unserem Käse geworden?

Ab in den Käsekeller

Es ist wieder einmal Zeit, einen Blick in unseren Käsekeller zu werfen. Der grösste Teil des Käses hat den Weg von der Oberstockenalp in unser Winterquartier unten im Simmental mitgemacht. Und jetzt wartet er schon darauf, wieder zurück auf die Alp zu kehren. Dort wird er dann von uns, den Gästen im Restaurant oder den Wanderern gegessen oder gekauft und mitgenommen. Darauf freue ich mich schon sehr, denn nirgends schmeckt der Käse so gut wie auf der Alp.

Karte Oberstockenalp
Ruttli

Pflege muss sein

Die acht bis zehn Monate alte Laibe von letztem Jahr werden einmal in der Woche kurz geputzt. So behalten sie ihre schöne goldgelbe Rinde, sehen gepflegt aus und schimmeln nicht. Im Käsekeller herrscht idealerweise eine Temperatur von 8–12 Grad Celsius und Luftfeuchtigkeit von ungefähr 80 Prozent.

Pfudle
Ruttli

Älter und würziger, jünger und milder

Nebst den zahlreichen Laiben von letztem Jahr hat es natürlich auch einige vom vorletzten Jahr im Keller. Dieser würzigere und geschmacklich stärkere Käse reift gerade zu Hobelkäse AOP heran. Wir essen aktuell von beiden Jahrgängen, und ich habe da eine gewisse Präferenz: ich persönlich mag den jüngeren Käse lieber, aber bekanntlich sind ja Geschmäcker verschieden. 😉 Momentan haben wir ungefähr 100 Laibe vom 2020er Käse, acht Laibe vom 2019er Jahrgang und noch circa 25 Laibe vom fast zweijährigen Käse. Jeder Käse wiegt jeweils etwa zehn bis zwölf Kilogramm. Insgesamt haben wir also mehr als eine Tonne Käse!

Bald geht es los

Je nach Schnee- und Wettersituation dauert es nicht mehr lange und der erste Besuch auf der Oberstockenalp steht bevor. Und dann geht es auch bald wieder für den Käse in den Keller auf der Alp. Täglich werden wieder neue Laibe dazu kommen und die Älteren werden etwas weniger zahlreich werden, da hoffentlich viel davon gegessen wird.