Schweizer Alpkäse mit AOP Zertifikat

 1997 verabschiedete das Schweizer Parlament ein Gesetz, nach dem auch andere landwirtschaftliche Produkte als Wein das AOC-Zertifikat erhalten dürfen. AOC stand für Appllation d’Origine Controllée. Dieses Schutzsiegel ist eine offizielle Bestätigung von Herstellungsort und Produktion. 2013 wurde daraus AOP – Appellation d’Origine Protégée.
Schweizerische Vereinigung der AOP-IGP

Berner Alp- und Hobelkäse AOP

Die vielen verschiedenen Kräuter und Gräser der Alpweiden und das kristallklare Bergwasser ergeben eine gesunde und gehaltvolle Alpmilch. Daraus entsteht der einzigartige Berner Alpkäse AOP bzw. nach ausgedehnter Lagerung der extraharte Berner Hobelkäse AOP.

CasAlp

Walliser Alpkäse-Raclette AOP

Raclette hat immer Saison – warum nicht einmal ein würziges, nach Alpkräutern und -gräseren schmeckendes Alpkäse-Raclette AOP probieren?

Raclette du Valais AOP

Tessiner Alpkäse DOP

Die Tessiner Käseherstellung ist eine alte Tradition, die seit dem 12. Jahrhundert für besten Tessiner Alpkäse DOP steht und Generation für Generation weitergegeben wird.

STEA Società Ticinese Economia Alpestre

L’Etivaz AOP

Mehr als 2’800 Kühe, die auf rund 130 Waadtländer Bergwiesen in einer Höhe von 1’000 bis 2’000 Metern grasen, liefern jährlich die Milch für den L’Etivaz AOP. Der L’Etivaz Käse war das erste Schweizer Produkt, das das AOP-Qualitätssiegel erhielt, und zwar im Jahr 2000.

L’Etivaz AOP
L'Etivaz AOP

Le Gruyère d’alpage AOP

Der Gruyère d’Alpage wird auf 53 Alpen, verteilt auf die Kantone Fribourg, Neuchâtel, Waadt, Bern und  Jura produziert.

Le Gruyère d’alpage AOP

Vacherin Fribourgeois d’alpage AOP

Die meist schwarz-weissen Kühe, die in den Greyerzer Alpen weiden, liefern den Rohstoff für den Vacherin Fribourgeois d’alpage AOP. Einer der beliebtesten Käse für Fondue.

Vacherin Fribourgois

Alpsbrinz AOP

Bereits um 1530 exportierten Händler die goldgelben, festen Sbrinz-Laibe mit Mauleseln von Brienz aus via Meiringen, Grimsel- und Griespass nach Italien, um dafür Salz und Wein zu erhalten. Der Alpsbrinz AOP wird aus purer Rohmilch hergestellt und enthält 45 % Fettanteil in der Trockenmasse. Nach einem ausgiebigem Salzbad wird er in einen Schwitzkeller gebracht, wo er bei 18 Grad während einiger Tage viel Fett und Wasser verliert. Im Reifekeller werden die Laibe anschliessend vertikal gelagert und regelmäßig mit viel Sorgfalt trockengerieben. Die mindestens 18-monatige Reifezeit machen den Alpsbrinz AOP so herrlich mürbe und dabei außerordentlich leicht verdaulich.

Sbrinz AOP

Glarner Alpkäse AOP

Gesunde Tiere, reine Luft, wechselndes Wetter und die zurückhaltende, nachhaltige Nutzung bewirken, dass auf den Alpweiden weit über hundert verschiedene Kräuter und Gräser gedeihen. Diese reiche Vegetation enthält viele gesunde Nährstoffe, welche die weidenden Kühe mit dem Futter aufnehmen und die so in die Milch gelangen. Daraus entsteht der feine Glarner Alpkäse.

Glarona Käsegenossenschaft

Andere Alpkäse

Es gibt viele andere Schweizer Alpkäse, welche das AOP Zertifikat nicht besitzen. Sie unterliegen (wie auch die AOP-Käse) der Berg- und Alp-Verordnung BAIV, wonach die Kennzeichnung „Alpkäse“ nur verwendet werden darf, wenn die Milch während der Alpsaison im Alpgebiet erzeugt und verarbeitet wurde. Die Rohmilch muss dabei von Kühen stammen, die auf einer Alpweide frei weiden können.  Alle diese Käse gehören zu den halbharten Alpkäse. Sie kommen bereits nach zwei bis drei Monaten in den Handel.

Bündner Alpkäse

Die Herstellung von Bündner Alpkäse hat eine sehr lange Tradition. Historiker belegen, dass schon zur Römerzeit Rhätischer (Alp)käse hergestellt und verkauft wurde. Bis ins 20. Jahrhundert diente der Alpkäse mehrheitlich der Selbstversorgung.

Heute wird Bündner Alpkäse auf rund 120 Sennalpen im Kanton Graubünden hergestellt. Pro Sommer werden ca. 600 Tonnen bzw. 100’000 Laibe produziert.

Die Herkunft der Bündner Alpkäse ist mit einer Marke ausgewiesen. Die Marke besteht aus dem Schriftzeichen „Bündner Alpkäse“ und der jeweiligen Anerkennungsnummer. Die Betriebe werden regelmässig kontrolliert.

Bündner Alpkäse hat sich vom einstigen Magerkäse zum heutigen vollfetten Schnittkäse verändert. Das Laibgewicht beträgt 5-6 kg. Die Rinde ist geschmiert. Der Bündner Alpkäse weist eine sparsame reis- bis maiskörnergrosse Lochung mit geschmeidiger Teig (Wassergehalt 38 bis 41 %) auf. Für die Verarbeitung wird ausschliesslich unbehandelte Rohmilch, die weder thermisiert noch pasteurisiert wird, verwendet. Zwei Monate nach der Produktion ist der Bündner Alpkäse genussreif. Das volle Aroma kommt bei 3 bis 12 Monate altem Alpkäse nach der Herstellung zur Geltung.

Luzerner Alpkäse

Die saftigen Alpwiesen im Entlebuch verleihen dem halbharten Alpkäse eine fruchtige, grasige Note. Die Alpbetriebe, welche in dieser Region Alpkäse herstellen lassen sich an einer Hand abzählen, ein rares Genussprodukt.

Muotathaler Alpkäse

Der Muotitaler Alpchäs darf als Bruder des altbekannten „Schwyzerkäses“ bezeichnet werden. Es handelt sich dabei um einen vollfetten Halbhartkäse mit geschmierter Rinde.

Muotitaler Alpchäs

Nidwaldner Alpkäse

Entsprechend der Kantonsfläche gibt es in dieser Region eine kleinere Anzahl an Alpbetrieben, wo Alpmilch verarbeitet wird. Jeweils im November bieten Alpkäserinnen und Alpkäser in heimeliger Atmosphäre im alten Schützenhaus Beckenried die Produkte ihres Schaffens des vergangenen Sommers zum Degustieren und Einkaufen an.

Nidwaldner Alpchäs Märcht

Obwaldner Alpkäse

Der Obwaldner Alpchäs ist eine Hartkäse und wird von rund 60 Alpkäsereien hergestellt. Je nach Alp und Zusammensetzung der Alpkräuter hat jeder Käse seinen eigenen, typischen und unverwechselbaren Geschmack.

Obwaldner Alpchäs

St. Galler Alpkäse

Die Eigentumsverhältnisse umfassen private Einzelalpen, privatrechtliche Korporationen, Genossenschaften und öffentlich rechtliche Korporationen (Ortsgemeinden). Die Käsevermarktung an den Wiederverkauf oder an die Konsumenten erfolgt direkt über die Alpbewirtschafter oder über den Kuheigentümer. Auf vielen Betrieben nimmt der Landwirt den Käse zurück und verkauft ihn selbst direkt ab der Alp oder im Verlaufe des Winters aus seinem eigenen Käsekeller. Innerhalb des Gebietes der Alpkäseproduzenten werden von 46 Mitgliedern ca. 380 Tonnen feinster Alpkäse fabriziert.

Verein Alpkäseproduzenten

Urner Alpkäse

Beim Urner Alpkäse handelt es sich in der Regel um einen vollfetten Halbhartkäse, der je nach Reifegrad sehr mild bis kräftig-würzig schmeckt. Für den Urner Alpkäse wird ein Gemisch aus über Nacht gelagerter und gekühlter Abendmilch und frischer Morgenmilch verarbeitet. Ein Laib wiegt zwischen sechs und acht Kilogramm. Oft reichern die Älpler den Alpkäse mit verschiedenen Aromen an wie etwa mit Knoblauch, Schnittlauch, Kümmel, Basilikum oder Pfeffer.

Urner Alpkäse