Der neue Tag bricht an. Es ist noch kühl und die Luft frisch und reingewaschen. Die letzten Regentropfen der Nacht hängen noch glitzernd im Gras. Eine angenehme Ruhe liegt über der Alp. Einzig ein paar fröhlich zwitschernde Vögel unterbrechen die Stille.
In der Sennerei ist Fritz anzutreffen, der emsig am putzen ist. Aus dem Wasserkessi dampft das heisse Wasser. Fritz braucht es zum waschen der Käseformen.
Die frischen, beschrifteten Käselaibe vom Vortag liegen bereits in der kühlen Milchkammer im Salzbad. Fritz hat sie als erstes aus den Formen genomme, er freut sich an seinem Naturprodukt.

Zur Pflege übergibt Fritz die jungen Laibe in die Obhut seiner Frau Anna. Sie ist für die Käsepflege und den Verkauf zuständig. Täglich werden die frischen Laibe gewendet und geschmiert, sodass sie eine schöne Rinde bekommen.
Das Käselager füllt sich langsam und schon bald können die Käse zum Verkauf angeboten werden. Die einen warten sehnsüchtig auf den jungen, milden Alpkäse. Andere wiederum kommen erst ins schwärmen, wenn der Käse würzig, aromatisch und lange gelagert wurde. Bald können wir unseren Kunden beides anbieten.