Der Berg ruft – das Tal aber auch!

„Ganz normal,“ hat Christian geantwortet, als ich am Sonntag gefragt habe, wie wir unsere Woche organisieren wollen. Ein bisschen mehr Absprache wäre meiner Meinung nach doch angebracht, auch wenn’s dann schnell verhandelt war: Am Sonntag ging ich mit Minna runter, sie muss ja in den Kindergarten. Hanna bleibt so oft wie möglich auf er Alp, da sie die Fahrt schlecht erträgt und immer erbricht. Noah kann wählen. Wie meist kam er mit nach unten. Montags war ich also bei den Kindern unten, Christian mit Hanna oben. Dienstag Morgen schickte ich Minna in den Kindsgi und Noah brachte ich, da er noch immer im Tal bleiben wollte zu Grosi. Bevor ich wieder auf die Alp hoch ging, war noch ein Arztbesuch eingeplant – ich bin in Erwartung mit unserem vierten Kind. Zurück auf der Alp geniesse ich zuerst Hanna. Quitschvergnügt finde ich sie vor. Ihre Gehfortschritte zeigt sie nur, wenn ich sie hinstelle und vor ihr her „wegrenne“, sonst geht sie lieber auf Nummer sicher und bleibt stehen oder rutscht auf dem Füdli. Dabei könnte sie gut schon mehrere Meter gehen. So spannend, wie jedes Kind seine Art hat, die Entwicklungsschritte zu machen. (zugegeben keine neue Erkenntnis, trotzdem bin ich beeindruckt). War schön mit ihr zu spielen und dann an den gedeckten Tisch zu sitzen! (Ach ja, neue WC-Fenstervorhänglein habe ich zwar noch aufgehängt).

Weiter im Wochenplan. Dienstag Abend ging Christian runter an eine Sitzung und kam erst heute früh wieder. Die Kinder schliefen bei Grosi. Heute nach dem Kindsgi muss Minna wieder normal nach Hause. Moma wird sie erwarten. Meine Mutter wird bis morgen früh bleiben, Minna wieder losschicken und dann selber zur Arbeit gehen. Ich werden also morgen recht früh wieder runter gehen, dass auch Noah nicht alleine sein wird. Noch ungeklärt ist bis jetzt die Kinderbetreuung für Morgen Abend, wenn Elternabend ist im Kindergarten. Freitag werde ich Minna losschicken, Noah zum ersten Mal wieder in die Spielgruppe bringen, und dann? Am Nachmittag erwarten wir noch Erlebniskäsergäste. Englischsprechend, daher muss ich sie betreuen, Christian kann keine Fremdsprache. Fliegender Wechsel, ich hoch zu Hanna, er runter Noah abholen, Mittagessen, Minna sofort wieder schicken (Mittagszeit ist kurz, dafür der Weg lang) und dann um vier wieder hochkommen? Immerhin sind wir dieses Wochenende einmal alle oben auf der Alp. Es wird viel los sein, denn das Erlebniskäsen ist nun jedes Wochenende ausgebucht bis Ende Saison.

Wir können froh sein um die grosse Unterstützung der Verwandtschaft, insbesondere der Grossmütter. Meine Mutter reist jede Woche an und die Schwiegermutter wohnt im Dorf, unglaublich flexibel und immer abrufbereit.

Trotz dem Hin und Her finden sich jetzt gegen Herbst auch geruhsamere Momente. Zeit für ein Bilderbuch oder Velofahren mit den Kindern, weniger Leute am Tisch, weniger Kühe im Stall, weniger Milch im Kessi und etwas später Tagwach…

Ach ja, und Ferien gebucht habe ich. Im Oktober eine Woche Zeltplatz im Wallis – einmal nur Familie. Darauf freue ich mich nun doch sehr!

 

Liebe Grüsse

Rahel