Was passiert mit der Schotte?

von Melanie Hertner

09.09.2021

Wo gekäst wird, entsteht Schotte. Aus dem Nebenprodukt der Käseherstellung machen wir auch feinen Alpziger.

Nach dem Käsen gibt es als Nebenprodukt die sogenannte Schotte. Aus der Schotte (oder auch Molke) kann man Molkenziger herstellen. Dies machen wir am Anfang des Sommers einmal pro Woche, bis es dann den ersten Bündner Alpkäse zu essen gibt.

So entsteht Ziger

Die Schotte wird auf 92 Grad erhitzt und mit Essigsäure abgeschreckt. Danach flockt die Schotte auf. Dies sieht aus wie grosse weisse Flocken. Nun kann man diese mit einem Sieb in Formen abfüllen und nach Bedarf zwischendrin salzen. Wir haben auch schon ausprobiert etwas Schnittlauch in den Ziger hineinzumischen. Molkendrinks könnte man auch herstellen, dies haben wir aber noch nie gemacht.

Auch die Schweine freuen sich

Die restliche Schotte wird bei uns für die Schweinefütterung verwendet. Wir haben 60 Alpschweine auf der Alp, die zu versorgen sind. Die Schotte wird direkt von der Käserei durch eine Leitung hinunter zu den Schweinen gepumpt. So müssen wir nichts wegwerfen und können alles wiederverwenden.

Schotte für die Haut

Die Schotte wäre auch sehr gut für die Haut. Daher bieten manche Alpen auch Molkenbäder an. Denn die Schotte hilft gut bei Hautausschlägen oder sonstigen Hautprobleme wie z.B. Neurodermitis. Zudem verheilt eine Wunde schneller, wenn man sie mit Schotte pflegt.

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