Wie die Tiere an den Berg kommen - Alpkäse

Wie die Tiere an den Berg kommen

Wie manche vielleicht wissen, sind wir nicht das ganze Jahr durch Bauern. Das heisst, dass wir nur während der Alpsaison Rinder und Kühe bei uns sömmern, den Winter verbringen die Tiere bei ihren jeweiligen Besitzern. Die Frage ist nun: Wie kommen die Tiere zu uns?

Auf der Vorweide geht’s los

Die ersten zehn Tage verbringt ein Teil der Rinder auf unserer Vorweide, der Brümst. Diese befindet sich einige Kilometer unterhalb unserer Alp, aber trotzdem auf etwa 1300 bis 1500 Metern. Die Bauern bringen die Tiere mit der «Benne» hier hoch.

Letztens hat sich dort eine lustige Begebenheit zugetragen: mein Vater Werner ging auf die Brümst, um den Tieren Wasser und Salz zu geben und sie durchzuzählen. Nun war es so, dass er alle Tiere dort vorgefunden hat, ausser ein kleines Kalb. Er schaute in der Umgebung der Herde, ging sogar bis zum Wald am anderen Ende der Vorweide, fand das Tier aber nicht. Noch einmal ging er zurück zum Stall, wo er schlussendlich ein Glöcklein hörte: das Kalb war im Stall! Das freche Kälblein war wohl neugierig und ging durch das Lüftungsloch der Mauer. Es hat dabei den Brügiladen hochgedrückt sodass es in den Stall hochgehen konnte. Nachdem Werner es aus dem Stall rausgelassen hat, ging es schnurstracks zum Euter der Mutter, um seinen grossen Durst zu stillen.

Zehn Tage später geht es weiter hoch

Die Herde war fast zwei Wochen dort, bevor wir auf die Oberstockenalp gezügelt sind. Am Zügeltag kamen dann noch die übrigen Kühe, Mutterkühe und Rinder von der benachbarten Vorweide «Geristein». Zusammen mit deren Besitzern funktioniert das Zügeln immer ganz gut. Für einen Teil der Herde ging es dann nochmal etwas höher, bis etwas unterhalb des Stockhorn-Gipfels aufs Feld. Die Kühe wurden direkt nach ihrer Ankunft auf der Alp das erste Mal gemolken, sodass am nächsten Tag mit dem Käsen begonnen werden konnte.

Wir freuen uns, dass die Kühe jetzt gut 100 Tage bei uns auf der Alp sind und wir rund eine Tonne Käse produzieren!

Mehr Informationen zur Oberstockenalp findest du auf www.oberstockenalp.ch.