Alpabzug - Alpkäse

Wie jedes Jahr haben wir das Gefühl, dass wir doch gerade erst oben angekommen sind:

Erst waren überall noch die Schneefelder und braune Flecken. Dann kamen die ersten Frühlingsblumen. Und später die sattgrünen Weiden mit ihrer unglaublichen Blumenpracht. Und im Herbst kamen die Silberdisteln und Fliegenpilze, die Himbeeren, Brombeeren und zum Schluss noch die Preiselbeeren. Es hat jede Zeit etwas Schönes. Und wenn es dann kalt und ungemütlich wird, ist es Zeit für den Alpabzug.

Inzwischen sind alle unsere Tiere wieder zurück auf ihren Bauernhöfen. Weil unsere Bauern ihre Höfe weiter weg haben, sind wir mit den Tieren nur das steile Stück bis Menigwald zu Fuss gegangen. Von dort aus sind sie mit dem Lastwagen heimgefahren. Die Kühe, die schon mehrmals z´Alp waren, haben ungeduldig gewartet, bis auch sie einsteigen durften! Sie wissen ganz genau, dass sie daheim nochmals grünes, frisches Gras weiden dürfen. Etwas, was sie die letzten Tage nicht mehr so oft hatten.

Auch der Alp- und Raclettekäse ist jetzt bei unseren Bauern in den Käsekellern. 50 Laibe übernimmt im November ein Händler. Der grösste Teil der ca. 2 Tonnen wird aber direkt vermarktet. Es war ein guter Sommer; es gab viel Milch und dementsprechend auch viel Käse. Wir haben die Milch der angenommenen Kühe immer gewogen, denn so kann am Ende auch berechnet werden, wer wieviel Käse bekommt.

Nun ist es auch für uns Zeit, nach Hause zu gehen. Im Gepäck haben wir neben Alpkäse und Stallkleidern auch ganz viele schöne Erinnerungen!