Mein Alpsommer im Pfruend Senggi

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von Sophia Blüggel | Pfruend Senggi

04.06.2025

Salut zsamme, ich bin Sophia, 26 Jahre alt und eine frischgebackene Grundschullehrerin. Von Mai bis Oktober darf ich meinen langersehnten Traum als Älplerin ausleben und für fünf Monate auf einer Alp leben, um dort Käse herzustellen.

Ich komme aus dem Sauerland (Westdeutschland). In diesem Beitrag möchte ich euch von meiner Persönlichkeit und meiner Idee vom Alpsommer bis zur Umsetzung berichten. Ausserdem möchte ich euch die Alp vorstellen, auf der ich nun bis Mitte Oktober leben werde.

Meine erste Saison auf einer Alp

Ich freue mich sehr darüber, meine Lernerfahrungen und faszinierenden Eindrücke während des Alpsommers auf der Alp Pfruend Senggi mit euch zu teilen und interessante Themen aufzugreifen.

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Meine Freude an der Natur

Meine Freude an der Natur ist schon seit Kindertagen geweckt und ich geniesse sie am liebsten beim Joggen oder Bergsteigen. Dabei kann ich den Kopf ausschalten und im schnelllebigen Alltag etwas entschleunigen.  

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Meine besondere Liebe zu den Bergen und der Kindheitstraum, einmal wie Heidi auf einer Alp zu leben und zu erfahren wie leckerer Käse entsteht, haben mich dazu bewegt, nach einem anstrengenden 1,5 jährigen Referendariat kurz das gewohnte Leben als frischgebackene Grundschullehrerin zu stoppen und mich für einen Alpsommer zu bewerben. Der Zeitpunkt, neue Lebenserfahrungen zu sammeln und einen körperlichen Ausgleich nach der vielen Kopfarbeit zu spüren, fühlte sich vor meinem Leben als Beamtin genau richtig an. Obwohl ich keine landwirtschaftliche Vorerfahrungen besitze und keinen Kurs weder zum Melken noch zum Käsen absolvierte, fand ich schnell eine Stelle als Hilfe für alles über die Internetseite Zalp.ch

Ein Videoanruf

Über einen Erstkontakt mit der Familie Sieber-Beer durch einen Videoanruf habe ich mich sehr gefreut und schon schnell bemerkten wir eine gegenseitige Sympathie. Nach einem kurzen Besuch für ein Wochenende bei ihnen, an dem mir alles gezeigt wurde und wir uns persönlich kennenlernten, freute ich mich riesig auf das Alpabenteuer! 

Doch vorab musste noch einiges abgeklärt und erledigt werden…

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Meine Vorbereitungen für den Alpsommer

Neben bürokratischen Erledigungen musste ich allerlei Kleidungsstücke und Utensilien besorgen, die ich für meinen Alltag zuvor noch nie benötigt habe. 

Mehrere Arbeitshosen, Stirnlampen und eine gut strukturierte Haushaltapotheke gehörten zum Beispiel auf meine Packliste. 

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Zusätzlich wurde mir eine Impfung gegen Zecken empfohlen. Drei Tage vor der Abfahrt in die Schweiz bekam ich meine letzte Dosis. Nun konnte es endlich losgehen. 

Mit einem vollgepackten Auto brachten meine Eltern mich am 10. Mai ins schöne Berner Oberland zur Alp Pfruend Senggi auf ca. 1500 Höhe. Hier bin ich bereits prima angekommen und habe mich an das Älplerleben gewöhnt. 

Die Alp

Die Familie Sieber-Beer (Christa, Stefan, Rahel (10) und Linda (5)) besitzt zwölf Milchkühe, aktuell fünf Kälber und zehn Rinder. Zusätzlich ziehen in den nächsten Wochen noch drei Schweine in den Schweinestall ein und weitere 6 Kühe („Sömmerungskühe“) aus einem weiteren landwirtschaftlichen Betrieb sorgen in der kommenden Zeit für mehr Milch, damit möglichst viel Alpkäse produziert werden kann.

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Neben dem berühmten Hobelkäse, der seit sechs Generationen mit Liebe veredelt wird, stellt die Familie auch Mutschli und Raclettekäse her.  Nach und nach tauche ich schrittweise in die Aufgaben einer Älplerin ein und erfahre täglich Lernerfolge, die mich mit Freude erfüllen. 

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Ich freue mich darauf, euch einiges zeigen zu dürfen und verschiedene Themen rund um das Alpleben und das Käsen anzusprechen. 

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Folge mir durch die Alphütte

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