Von Winterschlaf keine Spur *** Pas de repos hivernal pour les alpagistes

von Martin Rüegsegger

06.03.2023

Während Murmeltiere im Winterschlaf ruhen, bereiten sich unsere Blogger bald schon auf die kommende Alpsaison vor.

Die Vorbereitungen für den Alpsommer nehmen viel Zeit in Anspruch und müssen genau geplant und organisiert werden. Doch bevor es im Frühling wieder auf die Alp geht, müssen erstmal im Herbst die Tiere versorgt und die Alp winterfest gemacht werden. Wie die Wintermonate bei unseren Bloggern aussehen? Das erzählen sie hier selbst.

Jessica: Von der Alp in die Après-Ski-Bar

Wir leben in einem kleinen Bergdorf im Salzburger Land. Der Wintertourismus ist hier sehr stark. Die Sommersaison auf der Alp lässt sich gut mit der Wintersaison im Skigebiet verbinden. Im Sommer geben die Kühe, die Milch und der Käse den Rhythmus vor. Die Arbeit in der Après-Ski-Bar ist das komplette Gegenteil zur Arbeit auf der Alp: laut, hektisch und viele Menschen. Die Arbeitszeit beginnt erst am Nachmittag und dauert oft bis spät in die Nacht. Dafür haben wir Vormittags frei und können unter der Woche auf leeren Pisten Ski fahren.

Beide Saisonarbeiten sind auf ihre Weise anstrengend, und wir freuen uns immer sehr auf die Zwischensaison. Frühling und Herbst sind bewusst Familien- und Erholungszeit. Nach der Wintersaison beginnen die Vorbereitungen für den nächsten Alpsommer: Haben wir genug Kleidung? Was brauchen wir noch für die Alpapotheke? Welche Spielsachen nehmen wir mit? Welche Vorräte müssen noch besorgt werden? Aber dafür ist es jetzt noch ein bisschen zu früh …

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Katharina: Zurück zum Heimbetrieb bis der Frühling kommt

Im Herbst kehrt unsere Familie mit Kühen, Rindern und Ziegen zurück auf unseren Heimbetrieb. Die Arbeit beginnt sofort mit der Versorgung der Tiere und der Vorbereitung der Alp für den Winter. Jedes Jahr im Oktober findet der Chäsmärt in Elm statt. Wenn der Winter und das Skigebiet eröffnet sind, arbeitet Jörg als Patrouilleur, und ich kümmere mich zu Hause um die Kinder. Tobi (Jörgs Vater), Jörg und ich teilen uns die Verantwortung für die Tiere.

Zur Vorbereitung auf die neue Alpsaison kümmere ich mich um den Papierkram, die Alpschweine und die notwendigen Utensilien. Ausserdem nehme ich Bestellungen für Alpschweine entgegen.

Sobald die Frühlingsarbeit beginnen kann, sammeln wir Äste, Zapfen und Müll auf der Weide ein. Dann verbringe ich auch viel Zeit mit dem Ampferstechen. Ausserdem werden auf der Alp Zäune aufgestellt und alles für den Alpaufzug vorbereitet. Kurz vor dem Alpaufzug kaufe ich noch alles ein, um unsere Vorratskammern zu füllen.

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Livia: Im Winter arbeitet jeder etwas Anderes

Im Winter haben meine Familie und ich einen ganz anderen Job als im Sommer. Mein Vater arbeitet als Zimmermann, meine Mutter kümmert sich um den administrativen Teil unseres Gastro- und Beherbergungsbetriebes, der ebenso zur Oberstockenalp gehört wie der landwirtschaftliche Betrieb. Ich und meine Geschwister arbeiten in unseren erlernten Berufen, die thematisch nichts mit einer Alp zu tun haben.

Die Vorbereitungen für die neue Saison haben bereits begonnen: Da wir kein eigenes Vieh haben, haben wir Vereinbarungen mit Bauern getroffen und unser Buchungssystem für diese Saison bereits geöffnet. Wir sind auch noch auf der Suche nach Mitarbeiter:innen. Insgesamt möchten wir mit vier Mitarbeitenden durch die Alpsaison gehen. Wen das interessiert, kann hier mehr erfahren.

Den ganzen Winter über wird auch der Käse der letzten Saison gepflegt, den wir natürlich auch schon angeschnitten und verkostet haben. Sobald der Schnee langsam geschmolzen ist, werden wir uns das erste Mal auf den Weg zu unserer Alphütte machen. Langsam wächst auch die Vorfreude auf den kommenden Alpsommer.

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Jocelyne: Moins de fromage à soigner, plus d’administration

Les pesées (moment où la Coopérative achète le Gruyère produit par les armaillis) sont terminées et les taxations ont eu lieu. Il y a un peu moins de travail dans les caves de la Tzintre et donc, pendant la saison creuse, le travail consiste à poursuivre l’affinage des meules, au lavage et changement des tablards, à la mise à jour des stocks de matériel afin d’anticiper la prochaine saison.

Au niveau de l’administration, c’est le moment des bouclements des comptes et l’organisation de l’assemblée des coopérateurs. Suit directement l’établissement des contrats d’achat pour la saison d’alpage 2023. Les premières meules sont attendues aux alentours du 10 mai si la météo printanière est propice.

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