Besonderes und Gewöhnliches vom Sommer 2023

von Katharina Rhyner

22.09.2023

Nun sind wir die letzten Tage auf der Alp. Ich freue mich auf das Heimfahren. Ich bin mittlerweile sehr müde. Wir haben einen anstrengenden aber auch schönen Sommer hinter uns.

Tiere

Irgendwie war in dem vergangenen Sommer der Wurm drin. Wir hatten nicht so viel Glück.
Schon in den ersten Alptagen ist ganz unvermittelt ein Kalb gestorben. Die Ursache wissen wir nicht, ihm ging es auch nicht erkennbar schlecht. Etwa einen Monat später ist unsere Leitgeiss verunglückt und dann auch noch eine unserer Milchkühe. Etwas später noch ist eine Kuh beim Weg zur neuen Weide ausgerutscht und in einen Bachlauf gerollt. Sie hat sich neben ein paar Schrammen nichts getan, wurde aber trotzdem zum Erholen nach Hause geflogen. Weiter hatten wir ab und an Probleme mit den Klauen, was aber gewöhnlich ist

Die Milchqualität ist in dem Jahr ausgesprochen gut.

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Wetter

Wir haben alle Wetterlagen erlebt. Es war nass, trocken, warm, kalt, gewittrig, stürmisch. Und es hat geschneit.

Besonders war für mich, dass wir die Rinder zwei Mal im Schnee besucht haben. Einmal Anfang und einmal Ende August. Ende August mussten wir auch etwas nach unten mit ihnen ziehen, da sie nichts mehr zu fressen finden konnten, die komplette Weide war schneebedeckt. Danach sind die Tiere bei schönstem Sommerwetter zu den höchsten Weiden gegangen.

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Menschen

Uns geht es allen gut. Bisher gab es keine gravierenden Schäden und auch keine üblen Erkältungen oder sonstige Krankheiten.

Besonders ist, dass Klara in die Schule eingetreten ist und Luis neu in den Kindergarten gekommen ist. Albert hat in den grossen Kindergarten gewechselt und die beiden Kleinen Pius und Magdalena besuchen freitags die Spielgruppe. So trifft man bei uns am Freitagvormittag kein Kind an, und das ist meiner Meinung nach sehr besonders und ungewohnt.

Alpprodukte

Im vergangenen Sommer 2022 war sehr besonders, dass wir weniger Rahm hatten als sonst und somit nicht ausreichend Butter produzieren konnten. Dieses Jahr sind wir etwas später zur Alp, somit war das Futter etwas rohfaserreicher, und es gab wieder mehr Fett in der Milch. Wir können alle ausreichend mit Butter versorgen. Mit dem Käsen ging es nach anfänglichen Schwierigkeiten auch sehr gut.

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