Wie in den vergangenen Jahren, haben wir auch dieses Jahr Kater Willi gegen seinen Willen „ZBärg“ genommen. Als abgemagertes Findelkätzchen kam er vor sieben Jahren zu uns, war unkompliziert  und gedieh prächtig. Zu unserem Erstaunen  fand er sein Nachtlager  damals in der warmen Asche der Feuergrube. Viele unserer Besucher meinten, wir hätten da ein seltenes Exemplar von einem silberfarbenen Tigerkater. In den folgenden Sommern lebte Willi Freiheiten aus, die uns manchmal Sorgen machten. Oft war er zwei bis drei Wochen auf Wanderschaft und kam, als wir ihn schon verloren glaubten, jeweils ausgehungert und mit einem riesigen Schlafmanko zurück. Deshalb erstaunt es uns, dass Willi dieses Jahr noch nie abgehauen ist. Weder männliche Besucher mit starken Stimmen noch unglückliche Enkelinnen mit ihrem Weinen konnten ihn zum Abhauen animieren. Auch die Zwangsstreicheleinheiten unserer Stattermädchen  Noemie und Luana waren kein Grund, die grosse Freiheit von Mittelberg und Grubenberg zu suchen. Abends räkelt sich Willi auf dem Stubenteppich und morgens streicht er uns sein nasskaltes Fell um die nackten Füsse, in der Hoffnung so schnell wie möglich mit Futter versorgt zu werden. Eine Unsicherheit besteht nun noch, seit dem Abend des 1.August wurde Willi noch nicht gesehen, sicher eine Massnahme seinerseits um nicht von Feuerwerk getroffen zu werden.