„täischtnä, mischtä, uchrütä…“

… alles Handarbeiten auf der Alp, die auch erledigt werden müssen, um eine möglichst ausgeglichene Boden- und Futterqualität zu erzielen.
Mit dem Unkraut ist das ein schwieriges Unterfangen, denn bekanntlich stirbt Unkraut nicht und es ist ein ewiges dagegen ankämpfen. Fritz lässt sich da nicht entmutigen und reisst mit seinen Leuten Blackenstängel mit Samenträgern aus, bevor der Wind sie aufs Neue sät. Der weisse Germer, den die Tiere gar nicht mögen, ist auf der Alp in Überzahl anzutreffen und wird mit der Sense geschnitten.

Kuhfladen einsammeln heisst auf Glarnerdeutsch „täischtnä“. Wo die Kühe und die Rinder ihren Lagerplatz haben, bleibt auch viel Mist liegen. Der Boden ist da überdüngt und so werden die Kuhfladen eingesammelt, um sie dann später nach der Alpzeit auf die Magerwiesen auszubringen.

Remo und Lea beginnen schon am frühen Morgen, wenn der Tag noch jung ist, mit dieser Arbeit. Ganz schön eintönig, wenn andere sich nochmals im warmen Bett zur Seite drehen, sammeln die Älpler bereits Kuhfladen ein. Und doch hat diese einfache Arbeit beim erwachen des Tages in der freien Natur etwas Meditierendes an sich, alles ist still und niemand unterbricht deine Gedanken.
Auch das ausmisten der Ställe braucht Kraft und Zeit, von 60 Kühen sammelt sich da schon eine rechte Menge an und Lea sorgt für ein sauberes Lager im Schweinestall.