Räge Räge Tröpfli tropfet uf mis Chöpfli

Seit nun fast 48 h herrscht Dauerregen auf dem Tannisboden. Nebel kommt und geht. Und wenn er aufreisst, so gibt er den Blick auf ein verschneites Tannhorn frei. Das ist auch Teil des Alpsommers – Mitte Juli mit Kappe durch den Tag gehen, aktuell 4 Kleiderschichten, schlafen im Schlafsack unter der Decke mit Pullover(Meine Variante) oder mit mehreren Bettflaschen(Esthers Variante), Umziehen vor einem kleinen Elektroöfeli… . Das Leben auf der Alp ist schön, aber es kann auch ganz eine andere Art von schön sein. Aktuell ist es am wärmsten zwischen zwei Kuhbäuchen beim Melken oder auf dem Ofen. Schlechtes Wetter bedeutet nicht keine Arbeit.

Auch bei grösseren Regengüssen wollen die Kühe auf die Weide gebracht werden, gemolken werden. Die Milch wird trotzdem zu Käse verarbeitet. Aber statt draussen wird hat vorallem im Haus gearbeitet.

Käse waschen und pflegen, vakumieren, Staubsaugen, aufräumen, putzen, Preislisten anpassen und was man sonst noch alles tun kann.

 

Mit diesem Text möchte ich vorallem zeigen, das Alpsommer zwar Postkartensujetmässig sein kann – allerdings auch komplett anders. Ein Alphütte wie die unsere, also eher komfortabel, wird trotz zwei Feuer nicht  warm. Beim Käse rausnehmen, kann man seinen eigenen Atem sehen. Die warme Schotte ist eine Wohltat. 

 

Sooli jetzt gehts los zum z’Abe machen und dann ab in den Stall. 

 

E liebe Gruess ids Ungerland