“Gebsinidle”

Seit Jahren stellen wir auf der Oberstockenalp eine grosse Menge Nidletäfeli her. Jeden Morgen schöpft der Käser Werner von der Abendmilch den Rahm ab.
Aus dieser Nidle gibt es die feinen Nidletäfeli.
Es braucht Geduld und ein bisschen Gespür, dass das fertige Produkt nach meinem Geschmack kommt. Die ersten 4, 5 Stunden kocht die Flüssigkeit mit Nidle und Zucker vor sich her und nur anfangs muss ich schauen dass es nicht über den Pfannenrand kommt. Auch schon passiert, lieber aber nicht, gibt schon eine grässliche Sauerei auf dem Herd!
Mit der Zeit verfärbt sich der Pfanneninhalt zu einer goldgelben Flüssigkeit. Nach etwa 6,7 Stunden ist die Masse dickflüssiger und hockt allmählich am Pannenboden an.
Jetzt ist Zeit mit der Kelle die ganze Zeit zu rühren und nichts mehr anderes zu tun als diese Handarbeit. Sonst passiert es und es gibt dunkelbraune oder gar schwarze Pünktchen in der Nidletäfelimasse. Die Masse soll zähflüssig und homogen sein. Nun kann ich die ganze Pfanne in das mit Butter eingefettete Blech kippen und schön gleichmässig verstreichen. Die Masse ist sehr heiss, bitte vorsichtig beim Abschütten.
Noch warm schneide ich die Täfeli zu gleichmässigen Quadraten. Wenn das Blech ganz abgekühlt hat, verpacken wir die Stücke in kleine Chübeli zum Verkauf.
Auch zum Kaffee gibts auf der Oberstockenalp ein hausgemachtes Nidletäfeli dazu.
Gerne gebe ich mein Rezept preis und wünsche allen Machern gut gelingen und keine Brandblasen an den Händen.

Herzliche Grüsse,

Vreni

Nidletäfeli nach Oberstockenart

Für ein  rechteckiges Kuchenblech
2 l    Rahm
1.5 l Milch                                                           
2 kg Zucker

1      Vanillestängel längs aufgeschnitten

(Das MIlch, Rahm Gemisch kann auch mit 3.5 l Kaffeerahm ersetzt werden)

 

Für einen kleineren Haushalt und eine kürzere Kochzeit

0.5l      Rahm
0.375 l Milch
0.5 kg  Zucker
1         Vanillestängel