Käsen mit Fingerspitzengefühl

Das Alpkäsen ist stark mit der Natur verbunden. Das Wetter, die Weiden und das Wohlbefinden der Kühe nehmen starken Einfluss auf das Gelingen des Alpkäses.

Da braucht der Senn wahrlich Fingerspitzengefühl und die Erfahrung ist von grossem Vorteil. Erfahrung und Fingerspitzengefühl beim käsen hat sich Fritz angeeignet und er ist mit ganzem Herzen dabei.

Nun feuert er kräftig ein, um die Milch im Kessi zu erhitzen und kontrolliert dabei stets die Temperatur. In der Hütte ist es feucht und heiss und das Feuer knistert unter dem Kessi. Fritz fügt der Milch Alpkäsekultur und Lab bei, sodass die Milch gerinnt. Mit der Harfe verschneidet er die eingedickte Milch.

Das Rührwerk surrt leise und hält die Käsemasse in Bewegung. Bald ist es soweit; Fritz und die Zusennerin Lea bereiten das Käsetuch vor, zusammen wird nun die Käsemasse aus dem Kessi gezogen und in die vorbereitete Wanne gelegt.

Die zerschnittenen Käsewürfel legt Fritz sorgfältig in die runden Formen um sie anschliessend zu pressen. Lea versieht jeden Käselaib noch mit einer Kaseinmarke.

Übrig bleibt ein Kessi voll warmer Sirte, auf die sich die rosa (manchmal nach dem suhlen auch schwarzen) Schweinchen freuen.

Die frischen Käselaibe ruhen in der warmen Wanne und werden in immer länger werdenden Zeitabständen gewendet. Bis die Käse in den Keller kommen, geniessen sie vorher noch ein Bad…