Letzte Woche hatten wir einige Regentage und somit chli weniger Gäste auf der Alp. Macht nüt, wir sind au froh um chli Rueh und um 21 Uhr im Bett liegen und dem Regen zuhören, der aufs Tenndach prasselt – herrlich. Disi Wuche zeigts nur Sünneli auf dem Wetterbericht, au schön.

Und es gab eine Heimreise – wir mussten ein Guschti ins Tal fliegen lassen. Dasjenige, das Anfang Sommer in einen Nagel getreten ist. Alles auswaschen, verarzten, spritzen und pflegen hat nichts genützt – die Tierärztin hat bei ihrem zweiten Besuch hier oben dem Guschti die Heimreise empfohlen. Nach Hause zum Puur. Bevor die Verletzung die Sehne angreift. Äs het nis alli duuret.

Der Käsekeller wächst an, der Vorrat an letztjährigem Käse schrumpft hingegen, die Direktvermarktung hier oben läuft prima. Viele Gäste nehmen grad ein Kilo mit. Heute ist Anmeldeschluss für die Berner Alpkäsemeisterschaft, im September wird der Swiss Cheese Award vergeben und an der Olma gibt’s auch Prämierungen für den Alpkäse. Ist halt doch ein besonderes Produkt, dieses Älplergold! Und die Pflege im Keller, die braucht Geduld und Muskeln und Können. Äs isch nid so eifach, die Schmiererei: nicht zu trocken, nicht zu nass, nid zfescht drücke aber au nid zu wenig. Sobald ein Käsebrett gräuelig wird muss man es auswechseln. Und man muss die Laiber drablüpfe, nid schiebe! Der Senn sagt den Gästen bei der Kellerführung jeweils „nur mitem mache isches äbe nid gmacht!“. Pflegen muss man den Käse auch. Dafür sind sie wirklich wunderschön, die diesjährigen. „Huerä schön pflegti Pleger“, hat ein Guschtipuur gestaunt.

Am Samstagabend wieder full house, Feuerring und spontanes Singen: sicher eine Stunde lang hats in der Stube getönt. Heimatlieder zuerst, dann lustige. Ein junger Mann hat sich sogar no ans Örgeli gewagt. Schön wars!

PS: Danke für den Besuch aus dem Chläggi, wunderbar mit euch auf dem Cheebähorä!