Heute ist wieder ein herrlicher Sonnentag. Glasklare Sicht auf die Berggipfel und keine Wolke am Himmel. Wo man hinschaut sind die Bauern am Heuen. Manchmal fragt man sich schon, ob sich diese Alpwirtschaft abgesehen von den staatlichen Subventionen lohnt. Die steilsten Hänge werden gemäht, das Heu zum Teil mit dem Helikopter ins Tal geflogen. Da wo Maschinen nicht mehr hinkommen sind zig Helfer mit Gabeln und Rechen beschäftigt. Man wundert sich, dass hier nicht mehr Unfälle passieren. Aber der Duft – herrlich. Man schmeckt förmlich die Chrüterkraft, die da drin steckt. Es ist eben alles etwas anders als im Tal. Arbeitsintensiver, aber auch sooo lecker. Die Kühe, die hier grasen bei  soviel Blüemli und Chrütli und vor allem das Panorama rundherum, das muss einfach eine erstklassige Milch geben. Und aus dieser Milch lassen sich dann so viele weitere erstklassige Produkte herstellen. Butter, Nidle, und nicht zuletzt Alpkäse. Ein reines Naturprodukt, ohne irgendwelche chemischen Zusätze und Geschmacksstoffe. Es braucht lediglich diese Milch, etwas Lab und ein Feuer. Und noch etwas ganz wichtiges braucht es für einen guten Käse. Das lernt man im Alpsennenkurs am Hondrich: Ganz viel Liebi und Gspüri.  All das zusammen macht einen guten Käse aus. Beeinflusst durch den Keller, die Weideflächen und die Art zu Käsen hat dieser Käse auf jeder Alp seine eigene Geschmacksnote. Und wenn man diesen Käse dann zum Zvieri auf dem Teller hat dann weiss man – ja diese Alpwirtschaft lohnt sich definitiv.

Liebe Grüsse

Martina