Biketour nach Max Schnee und erfolgreiche Stabübergabe

Als Jonas aus Überlingen seine dritte Woche bei uns erfüllt hatte, kam ein  VW Bus aus Ravensburg, beladen mit Mountainbikes, im Mittelberg an. Es war Papa Thomas Schnee, der seine Tochter Ida auf die Alp „Bruch“ zu von Grünigens bringen wollte. Mit dabei war Yannic, der  Schulkollege von Ida, der sich für ein vierwöchiges Praktikum bei uns entschieden hatte. Die Schnees hatten noch ziemlich viel Sport  vor sich. Max Schnee, der letztes Jahr im „Bruch“ und in der „grande Combe“ im Praktikum war, wollte seinem Vater und seinem jüngeren Bruder zeigen, was im Saanenland für Biketouren möglich sind. Er plante über „la Forclaz“ nach Rougemont zu gelangen, dann Richtung Schönried-Rellerli – Schneit –Grischbach – Bruch. Als wir die drei starken Männer gegen halb sieben total verregnet Richtung „Bruch“ radeln sahen, durften wir nicht daran denken, wann die wieder in  Ravensburg sein würden…  Yannic war  heilfroh, nicht dabei zu sein und dass er nun für fast vier Wochen die Schule  Schule sein lassen konnte.
Begeistert wurde er  von seinem Cousin Jonas in  viele Arbeiten eingeführt und nun ist Yannic unsere  wertvolle Hilfe und der Trabant in allen möglichen und unmöglichen Situationen. Er trägt das Herz gerade weniger auf der Zunge  als sein Vorgänger, aber wir  schätzen seine Art, die Dinge zu nehmen, wie sie sind und das Beste daraus zu machen.
Hier die Eindrücke von seiner ersten Woche bei uns: „ Es ist Sonntag, sechs Uhr morgens. Ich stehe auf und packe noch die letzten Sachen in meine Reisetasche. Dann geht es auch schon los, in Richtung Berner Oberland, genauer gesagt auf die Alp Mittelberg. Dort werde ich in den nächsten 27 Tagen mein Landwirtschaftspraktikum absolvieren. Die erste Woche vergeht träge, da ich mich an die Arbeiten und den Alltag gewöhnen muss, aber auch das geht vorbei. Bald ist es wieder Sonntag und ich kann meinen Freund Matthis, der auf der Nachbaralp „Hintere Schneit“ im Praktikum ist, besuchen. Wir machen zusammen eine kleine Wanderung. Dieser gelungene Tag war für  mich  ein guter Abschluss meiner ersten Woche auf einer Alp in der Schweiz“.
Wir hoffen, dass Yannic sich bei uns wohl fühlt, jedenfalls ist er gesprächiger geworden als am Anfang. Er interessiert sich für das, was in unserer Zeitung steht oder wartet  geduldig, bis wir mit der Arbeit fertig sind und wir noch eine oder zwei Runden zusammen  spielen. Wenn dann noch Besuch oder andere Hilfskräfte wie Ismaélie oder unsere Enkelin Noemie auftauchen, bringt das für diesen jungen Burschen sicher Farbtupfer in den manchmal recht eintönigen Alpalltag mit  zwei älteren Leuten