Die Zeit auf der Laub ist arbeitsreich und schön. Unsere Tage sind gefüllt mit den immer gleichen Abläufen, die aber zum Glück nicht langweilig werden.  Kühe einstallen, melken, ausstallen, Stall sauber machen, käsen, Kessi schrubben, Rinder kontrollieren, Zaun umstellen… Die Arbeit wird uns aber immer wieder versüßt durch kleine Momente, die uns daran erinnern an einem wunderschönen, besonderen Ort zu sein. Ein rot-violetter Sonnenaufgang über den Bergen, Lieblingskuh Petra den Kopf zu kraulen, ein besonders schönes Edelweiß auf der gemödelten Butter, die Hühner beim genüsslichen Sandbaden beobachten oder bei Blitz, Donner und Hagel sicher und trocken in der warmen Hütte zu sitzen. Nur an das frühe Aufstehen jeden Morgen wollen wir uns einfach nicht gewöhnen. Aber zum Glück gibt es ja Kaffee und grünen Tee zum munter werden. Und spätestens beim Kühe eintreiben, mit kühler Morgenluft im Gesicht und lauten Kuhglockengeläut in den Ohren wird selbst der verschlafenste Älpler hellwach.
Der Käsespeicher füllt sich, jeden Tag kommen zwei Käse dazu. Die Kühe fressen sich stetig immer weiter den Berg hinauf. Mittlerweile haben wir nur noch 18 Kühe zu melken. 8 sind bereits trocken gestellt. Dementsprechend wird die Milch im Kessi auch immer weniger und die Käse langsam kleiner. Zum Glück haben wir heute zwei Färsen von der Rinder Weide zu uns getrieben, die bald kalben sollen. Das bedeutet süße Kälbchen und mehr Milch! Wir warten also gespannt und freuen uns schon.