Kein schönes Gefühl im Moment auf dem Tannisboden zu sein. Gestern Abend hat es wieder heftig zu regnen begonnen.

Esther war das erste Mal unten im Gebiet, wo die Emme gewütet hat. Was sie erzählt, ist fern von allem, was man sich vorstellen kann. Das Bachbett ist mit Geröll und Holz überfüllt. Grosse Teile des Ufers fehlen, inkl. Bäumen und Sträuchern. Man kennt die Umgebung nicht mehr.

Sich das vorzustellen, und dann gleichzeitig zu sehen, wie ununterbrochen regnet, ist relativ unangenehm. Erneut ist heute Morgen Geröll abgerutscht. Es muss schwierig sein, aufzuräumen, und gleichzeitig abzuschätzen ob die Emme wieder kommt. Die Wetterprognosen der nächsten Tage machen wenig Hoffnung. Wir hoffen jetzt einfach, dass es nicht ganz so viel regnet, wie sie melden.

Im Moment ist also von Wanderferien in diesem Gebiet abzusehen. Traurigerweise müssen die Helfer nämlich zusätzlich zu den Aufräumarbeiten auch immer wieder auf Schaulustige Acht geben. Fragwürdig und für mich persönlich unverständlich. Das ist der falsche Moment um den eigenen Gwunger zu füttern. 

 

Von Regen behindert, haben wir heute neben den alltäglichen Dingen, einen Samstagsputz gemacht. Ausserdem sind wir fleissig am Wäsche waschen, aktuell muss man immerhin nicht auf ein leeres Reservoir Rücksicht nehmen.

Wie ihr wisst, haben wir eine eigene Alpkäserei, und sind deshalb in der glücklichen Lage, dass wir unsere Milch selber weiterverarbeiten können. Allerdings bedeutet es für Esther ein grosses Umorganisieren, weil wir normalerweise eine Person mehr sind auf den Tannisboden. So versuche ich ihr, die Arbeiten, die ich ausführen kann, möglichst selbstständig zu erledigen. Effizientes Arbeiten steht jetzt mehr denn je auf dem Plan. 

 

Hoffend auf ein baldiges Abtrocknen, eure Kathrin